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Bundesrat beschließt Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2029
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Februar 27, 2025

Bundesrat beschließt Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2029

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 14. Februar 2025 einen Gesetzentwurf zur Verlängerung der Mietpreisbremse bis Ende 2029 beschlossen. Der Deutsche Mieterbund (DMB) begrüßt den Beschluss der Länderkammer ausdrücklich und fordert eine rasche Umsetzung: „Es ist sehr erfreulich, dass die Bundesländer der Mietpreisbremse die notwendige Rückendeckung geben, jetzt ist der Bundestag am Zug. Wir setzen darauf, dass der Gesetzesentwurf nach der Wahl im neuen Bundestag zügig verabschiedet wird“, sagt der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten.

Mehrere Länder stellten Antrag

Der Gesetzentwurf wird zunächst der noch amtierenden Bundesregierung zugeleitet. Sie kann innerhalb von sechs Wochen eine Stellungnahme dazu abgeben. Danach ist der Gesetzentwurf an den Bundestag weiterzuleiten. Der Antrag der Länder Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg sieht eine Verlängerung der Mietpreisbremse bis zum 31. Dezember 2029 vor und neue Begründungspflichten für die Länder bei der Ausweisung von Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt.

„Ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands lebt in einer Stadt mit Mietpreisbremse – Ende 2025 steht diese endgültig vor dem Aus. Ohne Mietpreisbremse gibt es keinen effektiven Schutz vor Wuchermieten und die Mietpreisdynamik der letzten Jahre wird nochmal deutlich gesteigert. Die Mietpreisbremse ersatzlos abzuschaffen, ist ein Schlag gegen alle, die sich eine noch teurere Mietwohnung nicht leisten können. Für Normalverdiener, wie Handwerker, Krankenschwestern oder Polizisten, wird es dann schwer bis unmöglich, in der Stadt zu wohnen, in der sie ihren Arbeitsplatz haben“, sagt Siebenkotten.

Haus und Grund erklärt Mietpreisbremse für gescheitert

„Wenn Politiker und Lobbyisten nun eine Verschärfung fordern, zeugt dies von einer Ignoranz gegenüber Fakten”, so Verbandspräsident Kai Warnecke. Die Ursache der Probleme auf dem Mietwohnungsmarkt sei das zu geringe Angebot und die hohen Baukosten. Hier hätten vor allem die Kommunen und die Länder in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben nicht gemacht. „Es gibt zu wenig Bauland und das, was neu gebaut wird, kann nicht günstig vermietet werden. Weitere Regulierungen der Neuvertrags- und der Bestandsmieten würden die Knappheiten weiter verschärfen“, warnte der Verbandspräsident.

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    Der Klimawandel stellt auch Hobbygärtner vor neue Herausforderungen. Viele fragen sich, welche Pflanzen angesichts zunehmender Hitze- und Dürreperioden geeignet sind und wie sie ihren Garten möglichst klimaschonend pflegen können. Erich Kulling, Mitglied des Verbraucherschutzverbandes Wohnen im Eigentum (WiE) gibt 10 Tipps. Er ist Ingenieur für Gartenarchitektur und Landschaftspflege.

    Seit rund 30 Jahren ist Erich Kulling beim Grünflächenamt in Worms für die Grünflächenunterhaltung und Baumpflege verantwortlich. Dort beschäftigt er sich auch mit dem Thema Pflanzenauswahl und -pflege und wie diese den neuen klimatischen Bedingungen angepasst werden müssen.

    Tipp 1: Den Boden gut vorbereiten

    Der Boden ist die Basis für gesunde, vitale Pflanzen. „Wenn Pflanzen nicht gut wachsen, liegt das meistens nicht am Klimawandel, sondern an schlechten Bodenverhältnissen, einer schlechten Bodenvorbereitung und einem Wurzelraum, der zu klein ist“, informiert Erich Kulling. Dieses Problem betreffe häufig die Außenanlagen von Mehrfamilienhäusern, da die Flächen rund um die Gebäude in der Regel stark verdichtet seien und sich nicht selten im Untergrund Bauschutt oder andere „Überraschungen“ befänden. „Meist fehlt es dort auch an organischer Substanz in der obersten Bodenschicht oder der Mutterboden fehlt gänzlich“, sagt Kulling.

    Der Boden sollte mindestens zwei Spaten tief, also 60 cm, locker und durchwurzelbar sein. Das gilt für Stauden, Bodendecker und Sträucher. Damit Bäume zufriedenstellend wachsen, muss der Boden vor dem Einpflanzen mindestens eineinhalb Meter tief gelockert werden.

    Tipp 2: Vielfältig und standortspezifisch pflanzen

    Grundsätzlich ist es wichtig, auf Vielfalt zu setzen und die Pflanzen für den jeweiligen Standort (z. B. volle Sonne) auszusuchen. Es gibt jede Menge attraktive Pflanzen, die auch für schwierige Standorte wie trockenen Schatten geeignet sind, z. B. Elfenblumen, Waldastern und Steinsame. Staudengärtnereien und Baumschulen, beraten hierzu gerne.

    Tipp 3: Frosthärte berücksichtigen

    Angesichts zunehmender Hitze- und Dürreperioden sind Pflanzen gefragt, die sowohl gegen Hitze und Trockenheit resistent als auch frosthart sind. Denn auch wenn die Winter in Deutschland im Durchschnitt milder werden, kann es immer wieder Kälteeinbrüche geben. Informieren Sie sich daher bei der Auswahl genau, welche Pflanzen die genannten Eigenschaften in sich vereinen. Viele Pflanzen aus dem Mittelmeer-Raum sind beispielsweise nicht ausreichend frosthart, um sie in Deutschland ganzjährig im Freien einzupflanzen. Gut geeignet sind zum Beispiel Hohe Fetthenne, Mannstreu, Bergminze und Blauraute.

    Tipp 4: Trockenheitsresistente Pflanzen auswählen

    Wer seinen Garten neu bepflanzt oder neu anlegt und nicht gerade in einer niederschlagsreichen Gegend mit sauren Böden wohnt, sollte besser auf Arten wie Rhododendren und Hortensien verzichten, denn diese Pflanzen haben einen hohen Wasserbedarf. Aber es gibt Alternativen: Strauch-Pfingstrosen kommen fast gänzlich ohne zusätzliches Wässern aus und vertragen volle Sonne. Bei Böden mit hohem Kalkgehalt sind der ‚Gemeine Flieder‘ und der ‚Königsflieder‘ mit ihrer Blüte in lila, rosa und weiß eine gute Wahl.

    Außerdem:
    Auch unter den heimischen Sträuchern gibt es attraktive Arten, die viel Trockenheit vertragen und pflegeleicht sind: Wolliger Schneeball, Weißdorn, Kornelkirsche, Bibernellrose und Haselstrauch.

    Klassische Gartensträucher, die Trockenheit aushalten und leicht zu pflegen sind: Felsenbirne, verschiedene Berberitzenarten, Kolkwitzie, Chinesische Goldrose.

    Stauden und Halbsträucher für sonnige, trockene Standorte: Lavendel: Steppensalbei, Katzenminzen, Brandkraut, Fetthennen, Hohe Schafgarbe, Heiligenkraut, Mittelmeerwolfsmilch. Die Bartiris kommt mit schwierigsten Standorten zurecht – je sonniger und trockener, umso besser. Es gibt sie in einer großen Sortenvielfalt. Die genannten Stauden lassen sich hervorragend mit Gräsern wie dem Atlasschwingel und dem Silberährengras kombinieren.

    Mediterrane Kräuter: Sie dürfen natürlich bei Gärtnern, die auch gerne kochen, nicht fehlen. Klassiker sind Rosmarin, Thymian und Salbei. Weniger bekannt, aber dennoch sehr empfehlenswert und sehr unkompliziert ist der Ysop, ein 60 cm hoher Halbstrauch, der wahlweise weiß oder blau blühend erhältlich ist. Er eignet sich z. B. sehr gut zum Würzen von Salaten. Alle Kräuter aus dem Mittelmeerraum können auch sehr gut in Terracotta-Töpfen auf dem Balkon kultiviert werden.

    Tipp 5: Bäume pflanzen – unbedingt, aber Artenauswahl und Platzbedarf beachten

    Bäume sind wichtige Schattenspender und unverzichtbar in der Gartengestaltung. Aber leider werden bei der Planung und beim Pflanzen immer wieder Fehler gemacht. Ein geeigneter Baumstandort muss mindestens ein durchwurzelbares Bodenvolumen von zwölf Kubikmetern haben. Das entspricht ungefähr der Fläche eines PKW-Stellplatzes und einer Tiefe von eineinhalb Metern. Nur dann ist gewährleistet, dass der Baum ein ausreichend großes Wurzelwerk bilden kann, um die Krone mit Wasser und Nährstoffen versorgen zu können.

    Informieren Sie sich unbedingt, wie groß die Baumarten werden, die Sie pflanzen möchten. Lassen Sie sich außerdem beraten, welche Arten besonders widerstandsfähig sind und gut mit Dürre und Hitze zu Recht kommen. Hilfestellung finden Sie z. B. in der Straßenbaumliste der GALK (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz) oder der Veröffentlichung „Klimabäume – welche Arten können in Zukunft gepflanzt werden?“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

    Tipp 6: Auf Rasen verzichten oder nicht zu kurz mähen

    Rasen benötigt sehr viel Wasser, damit er auch in trockenen Sommern grün und dicht bleibt. Viele halten das angesichts des Klimawandels nicht mehr für zeitgemäß. Wer ganz auf Rasen verzichten will, hat die Möglichkeit, diesen in Wiesenflächen umzuwandeln oder bei kleineren Flächen durch bodendeckende Gehölze und Stauden zu ersetzen. Der Bund Deutscher Staudengärtner bietet eine Reihe sogenannter Staudenmischpflanzungen für die verschiedensten Standorte an – von ‚Silbersommer‘ für volle Sonne bis ‚Schattenglanz‘ für schattige Lagen. Alle Mischpflanzungen haben eines gemeinsam: Sie sind pflegeleicht, robust und trotzdem sehr attraktiv.

    Wer dennoch einen neuen Rasen anlegen möchte, sollte bei der Saatgut-Mischung zum Beispiel Landschaftsrasen für Trockenlagen mit Kräutern (RSM 7.2.2) verwenden. Diese Mischung ist auch für Südböschungen geeignet.

    Auf jeden Fall wichtig: Achten Sie im Sommer darauf, den Rasen nicht kürzer als vier Zentimeter zu mähen – andernfalls verbrennt er bei starker Sonneneinstrahlung leichter.

    Tipp 7: Richtig gießen

    Rasen, Stauden und Gehölze sollten in größeren Abständen, dann aber durchdringend gewässert werden, empfiehlt Erich Kulling. Pro Wässergang sollten es 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter sein. Dann erst wieder in zwei Wochen (Achtung: Sommerblumen und Gemüse müssen häufiger gewässert werden.) So werden die Pflanzen dazu angeregt tiefer zu wurzeln und Trockenperioden werden so besser verkraftet. Wird mit einem Sprenger bewässert, hilft ein einfacher Regenmesser (erhältlich in Gartencentern) zur Kontrolle der Wassermenge.

    Nutzen Sie, wenn möglich, Regenwasser zum Gießen. Dieses können Sie in einer einfachen Regentonne sammeln oder Sie lassen sich eine unterirdische Zisterne einbauen, die das Dachflächenwasser sammelt.

    Tipp 8: Mulchen gegen Austrocknung

    Rindenmulch in Beeten hilft, die Verdunstung zu reduzieren und den Boden vor Austrocknung zu schützen. Die Mulch-Schicht sollte 5-7 cm dick sein. Auch Humus aus dem eigenen Komposthaufen hilft, die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen.

    Tipp 9: Offene Böden vermeiden – Flächige Bepflanzung gegen Erosion

    Eine flächige Bepflanzung schützt den Boden effektiv vor Austrocknung und Erosion bei Starkregen. Sind Beete flächendeckend mit Stauden bepflanzt (z. B. Balkanstorchenschnabel, Elfenblume, Teppich-Beinwell reduziert sich der Aufwand für die Pflege erheblich. Auch Sträucher wie die immergrüne Kriechmispel und der Zwergliguster sind sehr gut geeignet, größere Flächen kostensparend zu bepflanzen.

    Tipp 10: Unkrautvlies und Schotter – erhalten die rote Karte

    Es ist leider zurzeit sehr verbreitet, anstatt schöne Bepflanzungen anzulegen, großflächig Unkrautvlies auszulegen und dieses mit Rindenmulch oder Kies und Schotter abzudecken. Diese „Fake-Flächen“ haben mit fachgerechter und kreativer Gartengestaltung nichts zu tun. Sie leisten außerdem keinen Beitrag für den Arten- und Klimaschutz.

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