!Font Awesome Free 6.5.2 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license/free Copyright 2024 Fonticons, Inc.
!Font Awesome Pro 6.5.2 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license (Commercial License) Copyright 2024 Fonticons, Inc.
!Font Awesome Pro 6.5.2 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license (Commercial License) Copyright 2024 Fonticons, Inc.
Spielende Kinder, Musiker & Hundegebell: Wie viel Lärm ist erlaubt?
!Font Awesome Free 6.5.1 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license/free Copyright 2024 Fonticons, Inc.
Juli 3, 2025

Spielende Kinder, Musiker & Hundegebell: Wie viel Lärm ist erlaubt?

Im Sommer verbringen Eigentümer und Mieter häufig viel Zeit im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Wenn Kinder draußen spielen, kann es schon mal lauter werden – das gilt auch für Grillpartys und andere Feiern. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) informiert, wie viel Lärm Nachbarn dulden müssen und welche Grenzen es gibt.

Wann ist Lärm erlaubt und wann wird es zu viel? Während manche Bewohner ihre Ruhe schätzen, feiern andere gerne. Auch Kindergeschrei und Hundegebell kann so manche Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) oder Nachbarschaft entzweien. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum rät: Bei Konflikten sollten Eigentümer immer zuerst das Gespräch mit dem Störer suchen und versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. „Ein dauerhaft harmonisches Miteinander ist wichtiger als sich kurzfristig durchzusetzen“, sagt Dr. Sandra von Möller, Vorständin von WiE.

Gesetzliche Ruhezeiten

Grundsätzlich gilt: Die Ruhezeiten legen die Bundesländer in den Landesimmissionsschutzgesetzen fest – üblich ist eine generelle Nachtruhe werktags von 22 bis 6 Uhr. Manche Kommunen legen zudem eine konkrete Mittagsruhe fest. In Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es häufig eine Hausordnung, die die Ruhezeiten regelt. Die Hausordnung kann von den gesetzlichen Vorschriften abweichen, und auch strengere Vorgaben machen. Die WEG-Verwaltung ist dafür verantwortlich, die Hausordnung durchzusetzen. In den Ruhezeiten muss auf laute Geräusche, zum Beispiel durch Bohren oder Rasenmähen, verzichtet werden. Gespräche, Fernsehen und Musik in Zimmerlautstärke sind hingegen erlaubt.

Motorbetriebene Gartengeräte

Ist in der Hausordnung nichts anderes geregelt, gilt: Motorgetriebene Geräte wie Rasenmäher oder Heckenschere dürfen nur werktags zwischen 7 und 20 Uhr genutzt werden. Das legt die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung fest. Für besonders laute Geräte wie Laubbläser und Graskantenschneider gelten sogar noch strengere Vorschriften: Diese dürfen nur werktags zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr eingesetzt werden.

Hundegebell und laute Laufbänder

Auch Hundegebell ist immer wieder Streitpunkt unter Nachbarn. Gelegentliches Bellen zählt nicht als relevante Ruhestörung, übermäßiges oder anhaltendes Bellen – vor allem während der Ruhezeiten – kann allerdings ein Bußgeld nach sich ziehen. Da nicht jedem Tier das übermäßige Bellen abgewöhnt werden kann, kommen bauliche Dämmmaßnahmen als Alternative in Betracht.

Auch Heimsport kann in Mehrfamilienhäusern störend sein. Yoga auf der Bodenmatte ist sicherlich unproblematisch – anders sieht es beispielsweise bei Steppern aus. Manche Laufbänder bringen es sogar auf 75 Dezibel, was einer Waschmaschine im Schleudergang entspricht. Hier ist auf die Trittschallisolierung zu achten, gegebenenfalls ist eine spezielle Bodenmatte oder Teppich auszulegen. Übrigens: Auch das „Schäferstündchen“ der Nachbarn hat seine Grenzen. Laute Geräusche im Rahmen des Geschlechtsverkehrs sowie laute „Yippie“-Rufe müssen Nachbarn auch tagsüber nicht hinnehmen (AG Warendorf, Urteil vom 19.08.1997, Az. 5 C 414/97).

Kinderlärm muss nicht grenzenlos hingenommen werden

Bewohner mit Kindern und ohne Kinder haben oft unterschiedliche Interessen. Grundsätzlich gilt: Wenn Kinder spielen und toben, müssen andere Bewohner tolerant sein, allerdings nicht grenzenlos (BGH Beschluss vom 22.08.2017, Az. VIII ZR 226/16). Erfasst ist altersgerecht übliches kindliches Verhalten: Von kleinen Kindern kann keine Einhaltung der üblichen Ruhezeiten verlangt werden, bei älteren Kindern sieht es anders aus. Hier sind auch Eltern in der Pflicht: Während typischer Kinderlärm wie Schreien, Lachen und Toben beim Spielen, nächtliches Baby- und Kleinkindergeschrei oder gelegentliches Kindergetrampel nicht zu beanstanden ist, muss es beispielsweise nicht akzeptiert werden, wenn ein Kind über längere Zeit einen Ball gegen die Wand wirft.

Kein Musizierverbot, aber zulässige zeitliche Beschränkungen

Was beim Musizieren in den eigenen vier Wänden erlaubt ist, kommt auf den Einzelfall an – betrachtet werden unter anderem die Örtlichkeiten, die Art des Spielens sowie die Art der Geräuscheinwirkung. Als Leitlinie gilt laut BGH-Rechtsprechung: Zwei bis drei Stunden an Werktagen und ein bis zwei Stunden an Sonn- und Feiertagen sind angemessen – unabhängig davon, ob es sich um einen Berufsmusiker oder einen Hobbymusiker handelt. Wichtig: Die üblichen Ruhezeiten in der Mittags- und Nachtzeit müssen stets eingehalten werden. Ein generelles Musizierverbot in einer Mietwohnung ist unwirksam (BGH, Urteil vom 26.10.2018, Az. V ZR 143/17).

Wie sich Eigentümer und Mieter wehren können

Wenn ein Störer trotz freundlicher Ansprache uneinsichtig ist und Lärmbelästigungen anhalten, haben Nachbarn folgende Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren:

  • Das Ordnungsamt benachrichtigen: Eine Lärmbelästigung kann mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden (§ 117 OWiG).
  • Auf zivilrechtlichem Weg eine Unterlassung verlangen, auf Basis des § 1004 BGB: Manchmal reicht ein Schreiben einer Anwaltskanzlei aus und es kommt gar nicht erst zum Gerichtsverfahren.

Vermietende Eigentümer sind übrigens auch dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass eine Lärmbelästigung zulasten ihrer Mieter abgestellt wird  – Mieter können andernfalls sogar die Miete mindern (§ 536 BGB).

Lärmprotokoll anfertigen

„Grundsätzlich ist es hilfreich, zunächst über einen gewissen Zeitraum hinweg ein Lärmprotokoll anzufertigen, um die behauptete Störung auch nachweisen zu können“, rät Dr. Sandra von Möller. Denn Voraussetzung für eine Lärmbelästigung ist unter anderem, dass die Geräusche wiederholt auftreten.

Ähnliche Artikel

  • Neue Immobilie: Mehr Möglichkeiten für Ihr Business: Gewerbefläche in gefragter Lage

    Mitten auf der beliebten Bahnstraße in Alt-Erkrath präsentiert sich dieses gepflegte Ladenlokal mit ca. 128 m² Gewerbefläche in hervorragender Sichtlage. Die zentrale Lage in der Fußgängerzone sowie die repräsentative Schaufensterfront bieten ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit und einen werbewirksamen Auftritt. Das im Jahr 1901 errichtete Objekt überzeugt insbesondere durch seine vielseitige Nutzbarkeit. Die derzeit offen gestaltete Fläche lässt sich bei Bedarf durch Trockenbauwände individuell an verschiedene Nutzungskonzepte anpassen, ob Einzelhandel, Büro, Dienstleistung oder Beratung. Ob klassischer Einzelhandel, modernes Büro,… Jetzt Exposé ansehen
    Mehr erfahren
    !Font Awesome Free 6.5.1 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license/free Copyright 2024 Fonticons, Inc.
  • VPB: Ein guter Grundriss spart Kosten beim Hausbau und später im Alltag

    Menschen, die sich bewusst damit auseinandersetzen, wie sie wohnen möchten, können ihr Zuhause effizient planen beziehungsweise sanieren. Hierüber informiert der Verband Privater Bauherren e. V. (VPB).

    Wie will ich wohnen?

    Jeder Mensch, jede Familie hat eigene Lebensweisen und Bedürfnisse. „Um herauszufinden, was die richtigen Räume dafür sind, sollte man sich nicht fragen: Wie soll mein zukünftiges Haus aussehen?“, rät Bauherrenberaterin Sandra Queißer, die das Regionalbüro des Verbands Privater Bauherren e.V. (VPB) in Berlin leitet. „Entscheidend ist: Wie will ich wohnen? Wer das weiß, kann sein Haus effizient planen oder sanieren – und dabei Kosten sowie Energie sparen.“ Das gilt für den Bau selbst und für den Betrieb über viele Jahre hinweg. Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, bedeutet nicht billig, sondern bewusst und gut zu planen. Fachleute sprechen hierbei von Suffizienz: weniger Ressourcen verbrauchen durch angemessene Größe, bewusstes Nutzungsverhalten und Reduktion auf das wirklich Notwendige.

    Fläche klug nutzen

    Eine wichtige Grundkomponente ist die Fläche, diese gilt es klug zu nutzen. Hierbei kommt es zunächst auf die richtige Dimension an. „Einer vierköpfigen Familie zum Beispiel bieten 120 Quadratmeter Wohnfläche in der Regel genügend Platz“, weiß Queißer. Verkehrsflächen wie Flure lasen sich minimieren. Das wird oft schon mit offenem Küchen-Ess-Wohnbereich umgesetzt. Um übergroße Wohnflächen und Räume zu beheizen, benötigt man mehr Zeit und Energie. Das gilt auch für Galerien, hohe Decken oder große Bäder mit Dusche und Badewanne. „Man sollte sich auch fragen, ob ein Gästezimmer oder Hobbyraum nötig ist“, gibt Queißer zu bedenken. „In Haushalten, wo so etwas vorhanden ist, bleiben sie die meiste Zeit ungenutzt.“

    Eine kompakte Grundfläche hilft, den Verbrauch von Baumaterial zu reduzieren und im späteren Betrieb den Energieverbrauch. „Ein Haus mit quadratischer Grundfläche ist flexibler als ein L-förmiges“, so Queißer. „Es lässt größere Freiheit beim Schnitt der Zimmer, was wiederum die Qualität eines Hauses prägt.“ Sind die Räume intelligent geschnitten, kann man auch aus wenigen Quadratmetern viel herausholen.

    Auch schon für später planen

    „Entscheidend ist, dass der Grundriss nicht allein für die aktuellen Lebensumstände funktioniert, sondern sich auch für andere Situationen in der Zukunft anpassen lässt“, betont die Bauherrenberaterin. „Sind die Räume eher quadratisch und ähnlich groß, kann man sie besser auf unterschiedliche Art nutzen, sie eignen sich gleichermaßen etwa als Kinder-, Arbeits- oder Wohnzimmer.“ Wer ein Zimmer später durch eine Trennwand in zwei kleinere teilen möchte, sollte schon bei der Planung die Elektroanschlüsse, Belichtung und Belüftung beider Zimmer berücksichtigen.

    Wer sicher gehen will, dass alle Aspekte bedacht werden, die den Hausbau und späteren Betrieb optimieren, sollte einen unabhängigen Bausachverständigen hinzuziehen, etwa aus dem Netzwerk des VPB. Dies empfiehlt sich so früh wie möglich – am besten schon vor Unterzeichnung eines Vertrags.

    Mehr erfahren
    !Font Awesome Free 6.5.1 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license/free Copyright 2024 Fonticons, Inc.
  • Neue Immobilie: Zentral, gepflegt, wertbeständig: 2-Zimmer-Wohnung am Hochdahler Markt

    Die gepflegte Wohnanlage wurde im Jahr 1987 von der renommierten Firma Bast Bau in solider Massivbauweise errichtet. Das Haus überzeugt durch seine angenehme Wohnlage, ein harmonisches Wohnumfeld und eine durchdachte Gebäudekonzeption. Ein Personenaufzug ist bis in das 1. Obergeschoss vorhanden. Von dort aus erreicht man bequem die im Hochparterre gelegene Wohnung. Bereits im Eingangsbereich überzeugt die Wohnung durch eine funktionale und gut durchdachte Gestaltung. Ein praktischer Einbauschrank schafft zusätzliche Abstellmöglichkeiten und sorgt für Ordnung. Das Badezimmer verfügt über eine Badewanne… Jetzt Exposé ansehen
    Mehr erfahren
    !Font Awesome Free 6.5.1 by @fontawesome – https://fontawesome.com License – https://fontawesome.com/license/free Copyright 2024 Fonticons, Inc.